MEINE VISION
Auf dem Pfad
gelebter Verantwortungsethik
Die Vision, die mich antreibt
Wie ich meine eigenen Werte als Psychologische Beraterin und Systemische Coach auf dem Pfad gelebter Verantwortungsethik verwirkliche und wie uns die Arbeit am Inneren dabei
gesellschaftlich stärken kann.
von Daniela V. Günter
In einer Zeit spürbarer gesellschaftlicher Unsicherheit und Umbrüche zeigt sich bei Menschen in meiner Praxis sowie bei mir selbst ein zunehmendes Bedürfnis nach einem rücksichtsvolleren, freundlicheren Miteinander. Ein Bedürfnis danach einander mehr Vertrauen zu können und nach Verbundenheit statt Spaltung – nicht irgendwann in ferner Zukunft, sondern hier und heute.
Aus persönlicher Erfahrung und meiner psychologischen Arbeit weiß ich: Es braucht kein Warten auf veränderte äußere Umstände, um Stabilität und diese Ziele zu erreichen. Die meisten Menschen besitzen die Fähigkeit, das persönliche Erleben unmittelbar und aktiv selbst zu gestalten und Wohlwollen sowie Klarheit im eigenen Wirkkreis walten zu lassen.
Mein Engagement für das Wohl von Klienten gründet auf der Überzeugung, dass ein innerer Wandel der eigentliche Schlüssel zu einer Gesellschaft ist, in der Menschen wieder gerne, konstruktiv und kreativ leben. Diese innere Arbeit beruht auf klaren psychologischen Prinzipien:
- Die eigene "Lebenskraft-Batterie" als Fundament: Die Basis jeder reifen Beziehung ist die Fähigkeit zur Selbstfürsorge. Erst wenn ein Mensch in der Lage ist, seinen mentalen Zustand eigenständig zu regulieren, verändern sich Beziehungsdynamiken. Die Begegnung mit Anderen erfolgt dann aus einer unabhängigen Haltung des Gebenwollens statt des Brauchens.
„Nur wer ein stabiles Ich hat, kann ein gesundes Wir gestalten."
– Erich Fromm (Philosoph und Psychoanalytiker).
- Emotionale Stabilität im eigenen Wirkkreis: Mit dieser vom Außen unabhängigeren Grundhaltung kann es gelingen, Mitmenschen in ihrer Individualität bedingungsloser zu akzeptieren. Diese Wertungsfreiheit wiederum stärkt das Gegenüber. Wer sich in Momenten der Schwäche von einer stabilen Persönlichkeit getragen und angenommen fühlt, erhält den notwendigen Raum für eigene, positive Veränderungen.
- Eigenverantwortung statt Außenfokus: Die Außenwelt ist nicht für das persönliche Basis-Wohlbefinden zuständig. Wer den Fokus von außen nach innen richtet, erkennt die eigene Mitverantwortung und die konstruktiven Einflussmöglichkeiten. Im Grunde ist das psychische Befinden ein Zustand im eigenen Geist, den das Individuum selbst beeinflussen kann – vornehmlich durch die bewusste Einflussnahme auf die eigenen Gedanken, die wiederum zu den eigenen Gefühlen werden, dann das Handeln bestimmen und somit den Lebensweg formen.
- Die Freiheit, den Wandel zu wählen: Der Mensch besitzt selbst unter schwierigen Bedingungen die grundlegende Freiheit zu wählen, wie er auf das reagiert, was ihm begegnet. Es gilt, Reize und Konflikte aus der Umwelt weder ungefiltert zu absorbieren noch reflexartig zurückzuspiegeln, sondern die Situation proaktiv und bewusst in eine konstruktivere Richtung zu lenken.
- Das ansteckende Feld mentaler Stärke: Kein Mensch kreist nur um sich selbst. Ein Individuum beeinflusst stets viele andere Individuen, sei es durch sein Tun oder durch sein Unterlassen. Die innere Arbeit eines Einzelnen zieht also weite Kreise im nachbarschaftlichen, familiären und gesellschaftlichen Feld – ein natürlicher Multiplikator von Stabilität und Zufriedenheit.
Auch im systemischen Coaching gehen wir davon aus, dass alles mit allem zusammenhängt. Wenn ich mich verändere, verändert sich das System um mich herum. Gelebte Verantwortungsethik bedeutet genau das: Ich übernehme die Verantwortung für meinen Teil des Beziehungsgefüges.
Dieser Weg ist kein starres Konzept, sondern ein lebendiges und lebenslanges Experiment. Auf diesem Weg zur inneren Freiheit sind Rückschläge, Zweifel oder vorübergehendes Stagnieren völlig normal. Wichtig bleibt das Bewusstsein, dass die Richtung stimmt.
Wenn ein Ansatz im Leben nicht funktioniert, lädt diese psychologische Haltung und Praxis dazu ein, die Herangehensweise zu verändern und es auf eine andere Art noch einmal zu versuchen – statt aufzugeben –, für mehr Leichtigkeit, Autonomie und echte Zufriedenheit im Hier und Jetzt.
In diesem Sinne wünsche ich jedem einzelnen Menschen Wohlbefinden und die Kraft, damit das große Ganze stimmen kann.